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Physiotherapie

NRK Aachen Ambulante Neurologische Rehabilitationsklinik

Vojita-Therapie

Vojita-Therapie

Die vom Neurologen und Kinderneurologen Prof. Dr. med. V. Vojta (1917-2000) entwickelte Reflexfortbewegung (Vojita-Therapie) ist eine Art Bewegungstherapie, die ausschließlich über die Auslösung angeborener Bewegungsprogramme, sog. globale Bewegungsmuster, arbeitet.

Durch eine bestimmte Ausgangslage und Reizung der Auslösezonen wird das Zentrale Nervensystem aktiviert, die angeborenen Programme angesprochen, geschaltet und unbewusst realisiert. Dabei wird das Nervensystem von seiner niedrigsten bis zur seiner höchsten Schaltungsebene beteiligt und die gesamte quergestreifte Muskulatur in einer bestimmten Koordination aktiviert.

Diese elementaren Bewegungsmuster stellen die Grundlage jeder Bewegung dar und können bei Menschen mit verschiedenen Bewegungsstörungen von Geburt an zumindest in Teilbereichen wieder zugänglich gemacht werden. Seit über 40 Jahren hat sich die Therapie weltweit bei Patienten vom Säuglingsalter bis ins Erwachsenenalter bewährt. Die Reflexfortbewegungen, ihre Effekte und therapeutischer Erfolg wurden wissenschaftlich untersucht und empirisch bestätigt.

Ausgewählte Anwendungsbereiche:

Koordinationsstörungen im Säuglingsalter, Säuglingsskoliose, Bewegungsstörungen als Folge von frühkindlicher Hirnschädigung, Multiple Sklerose, Querschnittlähmung, periphere Lähmungen, Schädelhirntrauma, Parkinson, Skoliose, orthopädische Probleme im Kindes und Erwachsenen Alter.

Die Vojta-Therapie hat einen positiven Einfluss u. a. auf:

  • Die ausgewogene automatisch gesteuerte Körperlage, welche für jede willkürliche Bewegungsäusserung unabdingbar ist. Sie ist angeboren, funktioniert unbewusst und bewirkt, dass der Mensch nicht überlegen muss, welche Muskelaktivitäten einzusetzen sind, um diese oder jene Bewegung auszuführen. Diese Funktion des Nervensystems ist bei jeder Bewegungsstörung beeinträchtigt
  • Aufrichtung des Körpers gegen die Schwerkraft und zielgerichtete Greif- und Schrittbewegungen der Arme und Beine
  • Physiologische Inhalte des Gehvermögens oder der Ersatzlokomotion
  • Die Gleichgewichtsreaktionen und die Koordination
  • Die Grob- und Feinmotorik
  • Das Empfinden, z.B. von kalt, warm, stumpf, spitz, etc.
  • Das Erkennen von Formen und Strukturen durch das Betasten
  • Die Körperwahrnehmung
  • Die Regulation der vegetativen Funktionen, z.B. Atmung, Harnblase
  • Die neurologische Dysregulation bei Querschnittgelähmten
  • Sprache, Kau- und Schluckbewegungen

 

Weitere Informationen: www.vojta.com